Ist Aluminium schädlich für den menschlichen Körper?

Aluminium ist das Leichtmetall der Zukunft. Durch die formbaren Eigenschaften und simplen Produktionsmethoden kann Aluminium in allen erdenklichen Bereichen eingesetzt werden. Ob als Baustoff für architektonische Meisterwerke oder als simple Verpackung für Lebensmittel: Aluminium ist allgegenwärtig und ubiquitär vorhanden.

Wir essen Aluminium, wir trinken Aluminium und wir atmen Aluminium. Der menschliche Körper lagert ständig kleine Mengen von Aluminium ein und nimmt ständig neues Aluminium auf. Doch warum sollte Aluminium schädlich sein? Es handelt sich schließlich um ein natürliches Element unseres Planeten.

Welche Krankheiten können durch Aluminium ausgelöst werden?

Aufgrund eines akuten Mangels an seriösen Forschungsergebnissen ist bis heute nicht bewiesen, ob Aluminium schädlich für den menschlichen Körper ist. Gleichzeitig sind zahlreiche Einzelfälle verzeichnet, bei denen erhöhte Aluminiumwerte zusammen mit Brustkrebs oder Alzheimer auftreten.

So manifestiert sich bei 50-60% aller Brustkrebspatientinnen der Tumor an den äußeren Quadranten der Milchdrüsen. Die äußeren Quadranten liegen den Achselhöhlen am Nächsten und können so durch aluminiumhaltige Deodorants geschädigt werden.

Besonders nach der Rasur der Achselhöhlen kann das Aluminium der Deodorants durch wunde Stellen in der Haut zu den Milchdrüsen vordringen. Hier scheint Aluminium die Mechanismen der Tumorentstehung bedienen zu können.

Gegen die zahlreichen Einzelfälle, die diesen Verdacht verhärten, stellen sich jedoch Forschungsergebnisse, die das Eindringen von Aluminium in die Haut nicht belegen konnten.

Bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz und Alzheimer lassen sich im Hirn sehr häufig Aluminiumrückstände nachweisen. Allerdings ist auch hier fraglich, ob das Aluminium schädlich ist und somit eine ursächliche Rolle für die Erkrankung spielt oder nur ein untergeordnetes beziehungsweise rein symptomatisches Anzeichen darstellt.

Ebenfalls auffällig ist der statistische Anstieg von Demenz- und Alzheimerpatienten, der mit dem ansteigenden Aluminiumverbrauch in den letzten Jahrzehnten einhergeht.

So nimmt Alzheimer immer mehr die Züge einer Volkskrankheit an. Mittlerweile sind circa 45% aller Neunzigjährigen von dieser Erkrankung betroffen und es erkranken auch immer mehr Menschen in den mittleren Lebensjahren.

Bei den Betroffenen handelt es sich oft um Menschen, die auf aluminiumhaltige Medikamente aus dem Bereich der Antazida, also Medikamente zur Regulierung der Magensäure, angewiesen sind. Antazida wie Talcid oder Maaloxan enthalten sehr hohe Konzentrationen an Aluminium.

In den Beipackzetteln dieser Medikamente wird eindeutig auf die negativen Folgen einer permanenten Einnahme hingewiesen, was die Diskussion um Folgeschäden einer hohen Aluminiumexposition noch paradoxer macht: „Bei Dauereinnahme seien die Aluminiumspiegel im Blut zu kontrollieren, weil es bei Einnahme hoher Dosen – speziell wenn die Nierenleistung beeinträchtigt ist – zur Aufnahme von Aluminium in Organen und zur Demenz kommen kann.“

Hier wird also in der Packungsbeilage sehr deutlich belegt, was anderswo als höchst umstritten gilt.

Noch brisanter wird das Thema Aluminium allerdings, wenn in Betracht gezogen wird, dass die Beobachtungen, die sich heute aufdrängen bereits in den 70er- Jahren weltweit auf Dialysestationen eingehend studiert werden konnten. Aufgrund einer Gruppe neuartiger Phosphatbinder, die reich an Aluminiumhydroxid waren, litten tausende Nierenkranke plötzlich an schlaganfallähnlichen Symptomen und fortschreitender Demenz.

Einhergehend mit der Symptomatik war natürlich auch ein hoher Aluminiumspiegel verzeichnet. Weitere Beschwerden wie Dialyse- Enzephalopathie, Anämie und Mineralisationsstörungen der Knochen traten infolgedessen ebenfalls auf. Es werden also bis zum heutigen Tage Auswirkungen diskutiert, die bereits vor vierzig Jahren von Fachmännern beobachtet werden konnten.

 

Wo stecken die Aluminiumquellen in unserem Alltag?

Aluminium ist mittlerweile aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es befindet sich in Kosmetika, Lebensmitteln, Verpackungen und zahlreichen Medikamenten. Fertiggerichte wie Schlemmerfilets, Joghurtbecher und Espressokapseln werden in Aluminium verpackt. Verschiedene Zahnpastasorten werden mit Aluminium angereichert, um die Mundhygiene zu erleichtern.

Die Vorteile von Aluminium liegen auf der Hand: es ist leicht, lichtundurchlässig, und geschmacksneutral. Das Metall überzeugt somit als erstklassiges Verpackungsmaterial. Nicht umsonst hat Deutschland den weltweit höchsten Aluminiumverbrauch. Die Kehrseite zeigt sich bei zahlreichen Lebensmitteltests, die ergeben, dass säurehaltige Lebensmittel dazu neigen, Aluminium zu lösen und aufzunehmen.

Dieser Prozess wird durch die Erwärmung von Fertigprodukten um ein Vielfaches verstärkt. Auch Säfte sind durch die starke Fruchtsäure in unzureichend abgesicherten Tetra- Packs häufig betroffen.

Eine Lagerung von Tomaten oder anderen säurehaltigen Produkten in Alufolie begünstigt ebenfalls eine starke Aluminiumaufnahme der Lebensmittel. Aber nicht nur frische Tomaten, auch passierte Tomaten und fertige Tomatensoßen haben durch die Verpackung ein vorzügliches Milieu, um reichlich Aluminium zu absorbieren.

Neben den kontrolliert angereicherten Produkten weisen auch diverse Lebensmittel aus dem Bereich der Rohkost einen hohen Aluminiumgehalt auf. Hier wird das Aluminium bereits über die Wurzeln in den Kreislauf des Lebens aufgenommen.

Durch den sauren Regen, der durch die Luftverschmutzung entsteht, wird das Aluminium in den Erdschichten gelöst und über die Pflanzen aufgenommen. Weiterhin wird auch durch die Düngung der Pflanzen ein großer Teil an Aluminium auf die Felder gegeben. Rohkost wie Endiviensalat oder Rucola haben einen Aluminiumanteil von etwa 15- 23mg/kg. Kakao liegt mittlerweile bei circa 171mg/kg. Besonders belastet sind Pfeffer (603mg/kg) und Paprika (526mg/kg).

Einmal in den biotischen Kreislauf unseres Planeten eingedrungen, kann das Aluminium nicht mehr entweichen oder abgebaut werden. Für die Organismen unserer Erde stellt das Leichtmetall eine neue Herausforderung dar. Zweifelsohne werden sich nach den Grundgesetzen der Evolution auch Spezies entwickeln, die Aluminium verwerten können.

Der Mensch gehört jedoch nicht dazu. Ob er wenigstens noch Zeuge dieses evolutionären Fortschrittes sein darf, kann ebenfalls angezweifelt werden. Dabei ist Aluminium das häufigste Metall in der Erdkruste. Hier lagert es als Aluminiumsilikat und ist deswegen nicht toxisch. Erst nach der Verarbeitung zum eigentlichen Aluminium wirkt das Leichtmetall gesundheitsschädigend.

Aber bereits die Verarbeitung als solches birgt eine Katastrophe. So wird Aluminium besonders gut aus Bauxit gewonnen. Bauxit wiederum ist reichhaltig in den Gesteinsschichten der südamerikanischen Urwälder vorhanden.

Es werden also Tausende Hektar Urwald Tag für Tag zur Aluminiumgewinnung gerodet. Die eigentliche Umweltkatastrophe beginnt jedoch erst bei der Gewinnung von Aluminium. Das Aluminium wird aus dem Bauxit mithilfe von Natronlauge gelöst und als Abfallprodukt entsteht Rotschlamm.

Als Rotschlamm wird ein rotes, stark säure- und chemikalienhaltiges Restprodukt bezeichnet. Dieser Schlamm wird auf großen Halden ohne wesentliche Absicherungen ausgelegt und dringt durch die regelmäßigen Überschwemmungen in Flüsse, Seen und Grundwasser ein.

Neben den fatalen biologischen Konsequenzen werden auch anliegende Dörfer und indigene Stämme zahlreichen umweltschädlichen Bedingungen ausgesetzt. Das verseuchte Flusswasser löst starke Hautausschläge, juckende Ekzeme und weitere schlimme Hautbeschwerden nach der Körperreinigung aus.

Die Verwendung als Trinkwasser löst Beschwerden wie Enzephalopathie und Demenz aus und kann letale Folgen haben. Es handelt sich hier wohl um die am leichtesten nachweisbaren Gesundheitsschädigungen, die indirekt durch Aluminium ausgelöst werden.

 

Warum können keine eindeutigen Forschungsergebnisse präsentiert werden?

Auf der Welt sind circa 500 Forscher verzeichnet, die sich intensiv mit dem Leichtmetall Aluminium beschäftigen. Mit dieser geringen Anzahl an Wissenschaftlern und einem nur sehr geringen Etat an Forschungsgeldern sind keine groß angelegten Studien über die negativen Auswirkungen von Aluminium möglich.

Hingegen bestehen zahlreiche Studien verschiedener Interessensgruppen, die eine Unschädlichkeit des Leichtmetalls belegen. So werden Initiativen, die sich für Brustkrebs- und Alzheimerpatienten stark machen vor einer übertriebenen Panikmache gewarnt. Eine Zusammenarbeit zwischen solchen Initiativen und seriösen Forschungseinrichtungen ist deswegen ausgeschlossen.

Eine Koryphäe auf dem Gebiet der Aluminiumforschung ist Professor Christopher Axley. Er vergleicht als Aluminium-Experte die bestehende Entwicklung mit dem Asbestskandal.

Die Asbestose trat ebenfalls zunächst latent auf. Bis zu einem auffälligen Anstieg der Erkrankungen befand sich die Asbestose in einer Grauzone, die bei Aluminium ebenfalls vorhanden ist. Diese Grauzone wird jedoch weiterhin bestehen, da die Verbindung zu Alzheimer und Brustkrebs ohne groß angelegte statistische Untersuchungen nicht nachgewiesen werden kann.

 

Wie kann eine zu hohe Aluminiumaufnahme vermieden werden?

Durch die zunehmende Aufnahme von Aluminium in den biotischen Kreislauf des Lebens kann man dem Leichtmetall nicht mehr aus dem Weg gehen. Jeder Atemzug, den wir tätigen, enthält Aluminium.

Allerdings ist es möglich, die hohe Exposition durch den bewussten Einkauf zu verringern. Lebensmittel mit hohem Aluminiumanteil können vermieden werden. Auch Kosmetika wie Deodorants ohne Aluminium stehen als Alternative zur Verfügung.

Vor der Einnahme von Antazida oder anderen Medikamenten empfiehlt sich eine genaue Abklärung des Aluminiumgehalts. Hierfür steht sowohl der Apotheker als auch der Beipackzettel bereit. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass siliziumreiches Mineralwasser (>30mg/l) eine Ausscheidung von Aluminium über den Urin begünstigt. Zudem bieten auch zahlreiche Bio-Produkte einen verpackungstechnischen

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